Feuerwehren in der Gemeinde

Bruck als eine der kleinen Landkreisgemeinden hat 2 Feuerwehren. Das ist so und wird auch so bleiben, weil die beiden Feuerwehren in diesem Umstand mehr Vorteile als Nachteile sehen und die vorgegebenen Hilfsfristen so am besten gewährt werden können.  Da derzeit die Gemeinde die Pflichtaufgabe Brandschutz und technische Hilfeleistung nicht im vorgeschriebenen Umfang nachkommen kann, ist es notwendig die Ausrüstung der Wehren zu erneuern. Jetzt steht nach Jahren der inneren Vorbereitung die Entscheidung an, wie die Wehren ausgerüstet werden.
Begonnen wird mit der Feuerwehr Bruck, die mit einem neuen Löschfahrzeug – in der Größe wie es von der Kreisbrandinspektion empfohlen wurde - ausgerüstet wird. Für die ordnungsgemäße Unterbringung müssen auch einige Veränderungen am Feuerwehrhaus in Bruck durchgeführt werden. Der Gemeinderat, der für die Finanzierung des Vorhabens zuständig ist begleitet den Veränderungsprozeß mit einer neuen Projektgruppe, die sich aus je einem Mitglied der 4 Fraktionen zusammensetzt und vom 2. Bürgermeister Michael Zäuner geleitet wird. Wir wünschen der Projektgruppe eine gute Hand bei den vielen und weitreichenden Entscheidungen.
Für die Feuerwehr in Alxing steht ein ähnlicher Prozess an. Hier hat allerdings der Neubau eines Feuerwehrhauses Priorität. Erst wenn bekannt ist, wann der Neubau abgeschlossen ist, kann ein neues Auto bestellt werden. Die notwendigen Mittel für die technische Ausrüstung, in gleicher Höhe wie bei der Brucker Feuerwehr, wurden bereits durch den Gemeinderat beschlossen. Damit wird, auch in Zeiten knapper werdender Kassen, für die Feuerwehren die Einsatzfähigkeit sicher gestellt und ihr Engagement gewürdigt.

 

Einzelbaumaßnahmen oder umfassende Planung?

 

Als nächstes stellt sich die Frage nach dem Standort der Feuerwehr Alxing. Hier werden bereits mehrere Standorte diskutiert. Als möglicher Standort ist jetzt der Kreuzungsbereich zwischen der Staatsstraße Grafing-Glonn und der Straße Pienzenau-Alxing im Gespräch. Allerdings soll dafür ein neues Baufenster südlich der Staatsstraße neben dem Fahrradweg eröffnet werden. Erst im letzten Jahr wurde ein Flächennutzungsplan für die Gemeinde verabschiedet, der an dieser Stelle explizit kein Baufenster ausweist. Der Flächennutzungsplan wurde damals zusammen mit dem Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München entwickelt und bindet alle neuen Baufenster an bestehende Bebauung an. Dies soll eine Zersiedelung der Landschaft verhindern. In unseren Augen ist das eine sinnvolle Maßnahme. Das Problem dieser einzelbaulichen Maßnahmen sehen wir darin, dass jede Insellösung zu einer langsamen Entfremdung des Ortsbildes führt.

Wir meinen deshalb: Die Planungen für die nächsten Jahre sollten generell unter einem größeren Zusammenhang gesehen werden. Gemeindekanzlei, Kindergarten und Schule benötigen in Zukunft mehr Platz, weil gesellschaftliche Änderungen mehr Platz für Mittagsbetreuung oder längere Betreuungszeiten benötigen. Sollte man dann nicht diese Zeit dazu nutzen ein Gesamtkonzept für alle Erfordernisse der Gemeinde zu entwickeln und auch die interessierten Teile der Bevölkerung an diesem Prozess beteiligen? Gemeinsames Gespräch führt zu gemeinsamen Ideen, die viele Aspekte mit einbringen.

Wir wollen bewusst diesen öffentlichen Prozess fördern. Was sind die Anforderungen? Wohin sollen diese Gebäude? Wohin nicht? Wir wollen Austausch mit vielen und nicht nur den Wünschen von bestimmten Interessengruppen folgen.

 

Schreiben Sie doch ihre Meinung in das anhängende Kommentarfeld

 

Kommentare: 3
  • #3

    Rainer Englert Alxing (Dienstag, 14 Juli 2020 11:08)

    Liebe Mitleser,

    ich halte die nun stattfindende Diskussion um einen neuen Standort für die FFW eine Riesen Chance, endlich mal einen größeren Wurf zu planen. Nun fast 30 Jahre in Alxing wohnhaft, stelle ich fest, dass es immer nur um Klein-Klein geht. Mal wird da was angestückelt, mal das was verbessert. Aber die Kernprobleme werden nicht angegangen.

    Ich halte die Aussage, eine breite Bürgerbeteiligung seien nur "endlose Diskussionen" für absolut undemokratisch. Zwar stimme ich zu, ein "Normalbürger" kennt die Anforderungen an ein neues Feuerwehrhaus nicht, das ist wirklich eine Sache für die Fachleute. Aber, wenn man das Vorhaben als Chance für eine größere Umplanung sieht, wäre eine Bürgerbeteiligung nicht schlecht und würde endlich damit entkräften, dass ÜBER einen entschieden wird statt MIT einem.

    Was den "Großen Wurf" angeht, so sehe ich das folgendermaßen:

    Das Ortszentrum von Alxing ist räumlich völlig übelastet. Dort befinden sich Kindergarten, die Schule und eben auch das heute nicht mehr zeitgemäße Feuerwehrhaus. zusätzlich die Raiffeisen-Bank. Zudem fehlen Parkplätze. In Alxing gibt es praktisch keine öffentlichen Parkplätze, welche den Schulverkehr, die Feuerwehr und auch die sonntäglichen Kirchenbesucher angemessen aufnehmen können. Man kann sich nur an wenige Stellen gegenüber der Bushaltestelle hinquetschen.

    Es wäre dringend geboten, endlich all diese Negativ-Einrichtungen (sie verursachen Lärm und Verkehr) aus dem Ortskern raus zu schaffen. So könnte man die Situation entzerren, Lärm reduzieretn und Zukunfts-und Erweiterungsfähigkeit herstellen. Wir brauchen eine langfristige Weichenstellung für die kommenden 50 Jahre, nicht nur für die kommende Wahlperiode.

    Warum nicht ein kombiniertes Schulzentrum mit integriertem Feuerwehr-Haus am Ortsrand ? So was würde die Baukosten senken und "beide Fliegen mit einer Klappe" schlagen. Mit der Herausverlegung der Schule würden räumliche Erweiterungsmöglichkeiten in der alten Schule für den Kindergarten entstehen, für die Gemeindekanzlei und auch die Möglichkeit einen Parkplatz für die Besucher anzulegen. Auch würde insgesamt der Ortskern entzerrt.

    Als Standort für all das schlage ich den Bereich nördlich der Alxinger Lindenstrasse vor, gegenüber dem Reitplatz am Orts-Eingangsschild von Alxing. Das würde Lärm und Verkehr am Ortsrand halten, böte Erweiterungsmöglichkeiten in der Zukunft und ist dennoch nahe am Ortszentrum um sehr verkehrsgünstig zu sein. Zudem würde es das optische Ortsbild der Kirche nicht zerstören.

    Als weiteren Standort schlage ich Pienzenau vor, die Ecke NÖRDLICH der Staatstrasse und östlich der Waldstrasse (dort wo heute der Papiercontainer steht und dahinter). Dies würde ebenfalls das Ortsbild nicht verschandeln, keine neue Zersiedlung aufmachen wie bei der Lösung SÜDLICH der Staatsstrasse und auch einer Verlegung und/oder einem eventuellen Kreisel bei der Staatsstrasse nicht im Wege stehen ...

    Voraussetzungen wären natürlich, dass die Grundstücke angekauft werden können und auch, dass die Ortsabrundungs-Satzungen / Raumplanungen geändert werden so das das planungsrechtlich möglich wäre.

    Beste Grüße,
    Rainer Englert

  • #2

    Ametsbichler Stefan (Sonntag, 12 Juli 2020 19:57)

    Ich möchte hier als 1. Vorstand der FFW Alxing, zu Ihrem Aufruf zum neuen Feuerwehrhaus in Alxing, Stellung nehmen:

    Das Feuerwehrhaus in Alxing entspricht schon lange nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Es gehört aus dem Ort heraus. Durch an- und abfahrende Feuerwehrkollegen, ist im Einsatz die Gefährdung von Schul- und Kindergartenkinder nicht auszuschließen. Außerdem ist die Parkplatzsituation mangelhaft. Besonders zu den Bring- und Abholzeiten der Kinder.

    Sie möchten alle interessierten Bürger zum Standort und Anforderungen des neuen Feuerwehrhauses befragen. Mir stellt sich hier die Frage, ob es Sinn macht Leute zu fragen, die keine Ahnung von den Anforderungen des Standortes und des Gebäudes haben?

    Der Standort ist eine schwierige Entscheidung, denn es geht hier mehr als nur um die Stelle wo das Gebäude gebaut wird. Es gibt viele Anforderungen die erfüllt werden müssen. Der Standort muss z. B. eine geografisch günstige Lage aufweisen, um Hilfsfristen einhalten zu können. Er sollte eine gute Verkehrsanbindung besitzen und genügend Parkplätze für die Einsatzkräfte aufweisen. Es gibt noch mehr gesetzliche Anforderungen, in die sich unsere beiden Kommandanten bereits eingearbeitet haben. Außerdem muss der Grundstückseigentümer von einem möglichen Standort überhaupt bereit sein, dieses an die Gemeinde zu verkaufen.

    Sie wollen den Austausch mit vielen, nicht nur mit bestimmten Interessengruppen. Meiner Meinung nach, betrifft es hier aber hauptsächlich die aktiven Mitglieder der FFW Alxing, die Kreisbrandinspektion und den Gemeinderat, der hierüber zu entscheiden hat. Endlose Diskussionen verzögern hierbei nur den dringend nötigen Neubau.


    Mit freundlichen Grüßen

    Stefan Ametsbichler

  • #1

    Hans Stadler (Sonntag, 12 Juli 2020 10:19)

    Der Vorschlag , das Feuerwehrhaus südlich der Staatsstraße zu bauen, ist gar nicht gut.

    Dieser Bereich sollte unbedingt als Vorhaltefläche für eine mögliche Verlegung der Staatsstraße Richtung Süden und für den Bau eines Kreisels frei von Bebauung bleiben.
    Der Verkehr auf der Staatsstraße ist gewaltig und wächst permanent: je mehr Stau auf der B 304, desto mehr Ausweichverkehr, neue Gewerbegebiete, neues Berufsschulzentrum, neue Wohngebiete, ständig wachsender LKW-Verkehr, Motorradraser am Wochenende.

    Daneben würde ein intaktes Landschaftsbild südlich der Straße - Wiesen, Wald, Alxing mit Kirche - beschädigt; das Bild präsentiert sich sowohl beim Fahren von Pienzenau in Richtung Alxing als auch beim Fahren von Glonn in Richtung Grafing.

    Es wird nicht lange dauern, dann kommt das nächste Gebäude wie z.B. ein Gewerbe dazu.

    Der Bereich kann sicher nicht als Ortsabrundung durchgehen, weil er von Pienzenau durch die stark befahrene Staatstraße getrennt ist.

    Mit freundlichen Grüßen

    Hans Stadler