Podiumsdiskussion "Wohin geht Bayern" am 03.08.2018 im Gasthaus Suck - Alxing


Neue Glocken für die St. Michaels Kirche - Alxing , September 2017

Bericht aus dem Gemeinderat - Sitzung vom 24. Januar 2017*

Man traute seinen Augen kaum: nach 2 Wochen schon wieder eine Gemeinderatssitzung!

Ein Grund dafür wurde weder angegeben noch ist er ersichtlich.

Unter TOP 2 wurden die Einwendungen gegen den Bebauungsplan „Erweiterung des Gewerbegebiets Taglaching“ erstmals öffentlich bekannt gegeben.

Die, vom Planer niedergeschriebenen, „Abwägungen“ wurden vom stellvertretenden Bauamtsleiter der Gemeinde Glonn verlesen und die Beschlüsse sodann von den Gemeinderäten, jeweils entsprechend den „Abwägungen“ gefasst,

Dabei wurden, von wenigen Ausnahmen abgesehen, alle Einwendungen zurückgewiesen.

Erst am folgenden Mittwoch wurden die Einwendungen der interessierten Öffentlichkeit zur Einsicht frei gegeben. Das Protokoll über die „Abwägungen“ und Beschlussfassungen steht noch nicht zur Verfügung.

Auf die Anfrage der 3. Bürgermeisterin nach dem Stand des Bauvorhabens Schweinemaststall in Moosach, stellte sich heraus, dass es wohl eine Korrespondenz dazu gegeben hat, diese dem Gemeinderat aber erstmals mit den Sitzungsunterlagen zur Sitzung vom 10.1.2017 zur Verfügung gestellt wurde.

Der aktuelle Stand des Bauvorhabens in Moosach war niemandem bekannt.

Ob und wenn ja, was, die Gemeinde Bruck zur Sicherstellung ihrer Trinkwasserquellen  noch veranlassen könnte, blieb offen.

 

*Es handelt sich um ein Gedächtnisprotokoll,Unterlagen wurden nicht bereitgestellt.


Bericht aus dem Gemeinderat - Sitzung vom 10. Januar 2017*

Flächennutzungsplan (FNP) Änderungs-/Ergänzungswünsche der Gemeinde

Unter TOP 3 hat der Gemeinderat nach nichtöffentlicher Vorberatung folgende Ergänzungen beschlossen:

Alxing: Die Fläche (u.a.Plan blau schraffiert) nordwestlich des Wertstoffhofs soll als Mischgebiet in den FNP eingearbeitet werden. Es sollen dort sowohl Wohnhäuser als auch Gewerbe entstehen können.

Bruck: Keine Änderungen zur Vorlage des Planungsverbands.

Pienzenau: Die angestellte Überlegung, ob hier eine Abrundung am westlichen Ortsrand bis zur Kreisstrasse möglich sei wurde mehrheitlich abgelehnt. Es bleibt bei den Vorgaben des Planungsverbands.

Pullenhofen: Es bleibt bei den Vorgaben des Planungsverbands.

Taglaching: Das Gewerbegebiet bleibt so, wie vom Planungsverband vorgesehen.

Es wurde beschlossen, dass folgende Erweiterungen als Wohngebiete ausgewiesen werden sollen:  (u.a.Plan rot schraffiert):

a)     Grundstücke (FlNr. 772) südlich der Molkerei in Richtung Urtel (im Eigentum der Gemeinde stehend) 

      b)    Grundstück (FlNr. 744, 813 und 745) südlich der Kreuzung in Richtung Osten bis zur östlichen Zufahrt zur Molkerei 

            (Feldweg nach der Pferdekoppel)

      c)    und dann weiter bis zu den südlich der Molkerei (FlNr. 774) gelegenen Grundstücken (siehe a)

Somit wird auf dieser Fläche eine geschlossene Bebauung des Gebiets von der Staatsstraße bis zu den Grundstücken unter a) möglich sein.

Diese Ergänzungswünsche werden dem Planungsverband mitgeteilt und sollen in den FNP eingearbeitet werden.

 

*Es handelt sich um ein Gedächtnisprotokoll, da die Unterlagen des PV,  nicht zur Einsicht zur Verfügung gestellt wurden.

 


Mit wie wenig Aufwand (Geld), nachhaltig wertvoll für die Zukunft, gearbeitet werden kann, zeigt in der Gemeinde Bruck die Wählergemeinschaft „OPiB“ mit ihren „offenen Bücherregalen“. Dem Bücherschrank in Alxing sollte dann auch noch etwas Farbe „aufgehaucht“ werden. Die ehemalige Kollegin M. Moosrainer war genau die richtige Adresse für kreative Aktionen. So trafen wir uns schließlich bei dem Schrank, legten Folien aus, schliffen die Türen mit feinstem Schleifpapier ab und klebten die Ränder ab. Ich musste dann leider weiter, so dass ich nicht miterleben konnte, wie die drei SchülerInnen aus Alxing und Pienzenau Verena, Theresa und Simon nachmittags unter der Anleitung von Frau Moosrainer die Sprühflaschen schwangen und Kunstvolles erschufen. Abends fuhr ich dann wieder vorbei und blieb erst einmal staunend stehen, bevor ich aufräumte. Seitdem steht nun im Durchgang zur Gemeindeverwaltung farbig leuchtend der offene Bücherschrank, um die BürgerInnen einzuladen und zu üben im „Geben“ und „Nehmen“ - und natürlich zu lesen….! Klaus Grünebach

 


 Auch unsere kleine Gemeinde ist im stetigen Wandel und verändert immer wieder ihr Gesicht!

Raten Sie doch mit, von wo aus die Bilder aufgenommen wurden.


Bericht aus dem Gemeinderat - Sitzung  vom 4.Oktober 2016*

Flächennutzungsplan (FNP) zweiter Entwurf vorgestellt

 

Unter TOP 2 haben die Damen Seis und Bissinger vom Planungsverband "Äußerer Wirtschaftsraum München" (PV) ihren Entwurf für einen Flächennutzugsplan für die Gemeinde Bruck ein weiteres Mal, diesmal im kleinen Kreis der Gemeinderäte und Zuhörer im Sitzungsraum, vorgestellt. Nachdem bei der ersten Vorstellung des FNP im Frühjahr 2016

im großen Saal der Gemeinde keinerlei Feststellungen zum evtl. Standort eines Gewerbegebietes getroffen worden waren –

einen entsprechenden Auftrag hatte es ursprünglich nicht gegeben – war dieser Auftrag nunmehr erteilt worden und zwar dahingehend, dass „mögliche Standorte für ein Gewerbegebiet in der Gemeinde Bruck in den Ortsteilen geprüft werden sollten, die an einer überörtlichen Hauptverkehrsstraße liegen“.

Als solche wurden die EBE 13 und die Staatsstrasse 2351 angegeben.

Die Feststellungen des Planungsverbandes ergaben nach diesen Vorgaben tatsächlich 8 grundsätzlich mögliche Gebiete, davon 4 in Taglaching, 3 in Pienzenau und 1 in Bruck.Nach Überprüfung der einzelnen Gebiete im Detail blieben nur die Gebiete „Gewerbegebiet Taglaching“ und „Anbindung an Schammach“ als ernsthaft mögliche Gebiete übrig, wobei beide Standorte letztlich gleichwertig bewertet wurden.

Für Taglaching spreche dabei die Tatsache, dass der Grund der Gemeinde schon zu Verfügung stehe, so dass die zu erfolgende Abwägung ergeben habe, dass Natur- und Landschaftszerstörung zugunsten der Ansiedlung von örtlichem Gewerbe zurücktreten solle.

Die Möglichkeit ein Gewerbegebiet in freier Lage zu errichten, wurde unter anderem damit begründet, dass nach dem – noch nicht beschlossenen - Landesentwicklungsplan vom 12.7.2016 nunmehr Ausnahmen vom Anbindegebot auch für „kleinflächige handwerkliche Betriebe“ möglich seien.

Gegen das, an sich begrüßenswerte, interkommunale Gewerbegebiet in Schammach spreche, dass dieses “zu kuschelig“ sei, wenn man nur den vorhandenen „freien Raum“ betrachte, sonst aber Wald gerodet werden müsste. Außerdem gäbe es hier "Feuchtigkeitsprobleme“, da ein Graben vorhanden sei und letztlich gehöre das Gebiet der Gemeinde (noch) nicht.

Trotzdem wurde abschließend die Gleichwertigkeit der beiden Gebiete betont, die beide zur Ansiedlung von Gewerbe „nicht ideal“ geeignet seien. Daher wurde ihnen auf dem vorgestellten Plan auch keine grüne Farbe – als Zeichen für Problemlosigkeit -  zugewiesen.

Beide Gebiete erhielten vielmehr in den drei vom Planungsverband als wesentlich angesehenen Kriterien zweimal Orange (für nicht wesentlich störendes und eingeschränkt störendes Gewerbe) und einmal Rot (= ungeeignet für

Mischgebiet).

In den Entwurf war nicht eingearbeitet, dass die Staatsstraße 2351 nur eine Breite von 4,90 m aufweist und beabsichtigt ist, diese zur Gemeindeverbindungsstraße abzustufen, so dass es sich dabei nicht mehr um eine „überörtliche Hauptverkehrsstraße“ handelt.

Ebenso wenig war in den Entwurf eingearbeitet, dass die Nachbargemeinden Grafing und Moosach bereits bekundet haben, dass sie mit der Ableitung des Verkehrs auf ihren Zuständigkeitsbereich nicht einverstanden sind und diesen auch nicht hinnehmen werden.

Diese Umstände waren den Planerinnen offensichtlich nicht bekannt.

 

*Es handelt sich um ein Gedächtnisprotokoll, da die Unterlagen des PV nicht zur Einsicht zur Verfügung gestellt wurden. = Das ist keine offene Politik !

  

 


 

Die offenen Bücherregale in der Gemeinde Bruck !

 

Im Buswartehäuschen in Pienzenau steht für alle Bücherfreund, oder die es werden wollen, das erste offene Bücherregal bereit. Das Zweite würde im Durchgang beim Feuerwehrhaus aufgestellt.

Unser Anliegen ist es Bücher zu fördern und jedem unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Außerdem wollen wir einen Platz der Begegnung mit Geben und Nehmen aufbauen.

1.  Alle Bücher in diesem Regal stehen jedem Nutzer zur Verfügung. Diese sind zum Lesen da und können vor Ort gelesen, ausgeliehen oder mitgenommen werden.

2.    Stellt eigene Bücher ins Regal, wenn ihr diese mit anderen Menschen teilen wollt.

3.    Wenn Ihr zu Hause ganz viele Bücher habt, die Ihr bringen möchtet, dann bitte nur so viele, wie in den Schrank hineinpassen.

4.    Achtet bitte auf Qualität. Stellt nur einwandfreie Bücher ein und achtet auf die Qualität der Inhalte.

5.    Wir wollen keine Bücher mit extremistischen und jugendgefährdenden Inhalten in diesem Regal.

6.    Besondere Vorkommnisse bitte melden bei Angela Felzmann-Gaibinger unter Tel 08092 / 77 43 oder per mail an info@offene-politik-in-bruck.de   !

7.    Denkt daran: Dieser Platz ist öffentlich und lebt vom Engagement der Leser und Leserinnen. Helft alle mit, diesen Ort lebendig und schön zu halten.

8.    Genießt das offene Brucker Bücherregal und teilt Euere Bücher mit anderen.

 

 

Mit freundicher Erlaubnis von Hans Riedl, Pullenhofen veröffentlicht:

"Saustall steht nichts mehr im Weg"

Der geplante Saustall soll nur 500·Meter von der Quellfassung der Trinkwasserversorgung der Gemeinde Bruck errichtet werden. An dieser Quelle hängt auch im Trinkwassernotverbund mit Bruck, der Markt Glonn und die Gemeinde Baiern .. Was mir ernsthaft Sorgen bereitet: Die Grundwasserströme fließen von Norden nach Süden, das heißt, das Trinkwasser fließt von Berghofen, Fürmoosen, Baumhau durch das Tal unter dem alten  Bahndamm in Richtung gemeindlicher Trinkwasserquelle. An der Baumhauer Kreuzung liegt eine der gefährlichsten und sensibelsten Stellen, wo es am .leichtesten zu Verunreinigungen des Grundwassers. kommen kann. An dieser, im Gelände tiefsten Stelle, wo auch der Standort des zukünftigen Gebäudes sein soll, hat das Grundwasser eine Erdüberdeckung von nur noch drei Metern Höhe. Der Beweis ist ein etwas höher gelegener Grundwasserpegel der. Gemeinde Bruck, der wenige. Meter vom Standort entfernt liegt. An dieser Stelle sind es fünf bis sechs Meter Erdüberdeckung. Wenige hundert Meter oberhalb, südöstlich des geplanten .. Standortes, wurde im: Jahr 2015 die Trinkwasserschutzzone 11 erweitert. Die betroffenen Landwirte müssen strengere Auflagen, Nutzungseinschränkungen sowie 'Entwertungen ihrer Grundstücke hinnehmen, obwohl dort das Grundwasser 26 Meter mit Erdmaterial überdeckt ist. Da passt wohl einiges nicht zusammen!

In den Jahren 2005 bis 2007 wurde die gemeindliche Trinkwasserquelle neu gefasst. In dieser Zeit kam es zu einem Trinkwassernotverbund mit dem Markt -Glonn und der Gemeinde Baiern. Dafür haben die Bürger der drei beteiligten Gemeinden ihren finanziellen Beitrag geleistet. Schon in der Genehmigungsphase des geplanten Schweinestalls habe ich meine Befürchtungen allen maßgeblichen Personen mitgeteilt, da nach meiner Meinung eine Trinkwasserversorgung die absolute Priorität haben müsste. Erhöhte Sicherheitsauflagen beim Bau kann ich nicht akzeptieren. ,Wo Menschen arbeiten, werden Fehler gemacht, es. gibt keine hundertprozentige Sicherheit. Ich habe nichts gegen eine sinnvolle Entwicklung landwirtschaftlicher. Betriebe und auch. nichts gegen den Antragsteller. Diesen Standort aber, so nah am Grundwasser, halte ich für den allerschlechtesten, die Genehmigung halte ich für verantwortungslos. Wenn in dieser Angelegenheit etwas schief geht, sollten auch diejenigen die Verantwortung übernehmen, die solche; waghalsigen' Entscheidungen treffen. Leserbrief von Hans Riedl, Pullenhofen

 

 


 

Ein Beitrag von Klaus Grünebach :;  

Trinkwassereinzugsgebiet der Gemeinde Bruck

Die Trinkwasserquelle der Gemeinde Bruck liegt auf etwa 528m über NN (heute: NHN) am Südhang der Moosach nord-östlich des ehemaligen Steinbruchs. Da ca 250m östlich und 400m westlich zwei weitere Quellen auf 528m zutage treten, kann man schließen, dass die trinkwasserführende Erdschicht bei ca 528m liegt. Legt man nun auf der Landkarte eine gedachte Linie von der Brucker Trinkwasserquelle zur Urtelquelle ca 529m und eine weitere zu den Teichen an der ehemaligen Bahnlinie vor Gutterstätt 528m, grenzt man das Einzugsgebiet verhältnismäßig genau ein. Das Maisfeld oberhalb im beschilderten Wasserschutzgebiet liegt auf ca 554m, also vertikal gesehen im 36m Abstand. Der Moränenhügel „im Fichten“, dort wo der Hochbehälter und der Tetrafunkmast stehen, erhebt sich auf ca 583m also 55m über der

Trinkwasserschicht. Nun folgt der Einschnitt nach Norden, durch den die ehemalige Bahnlinie (der heute „geschützte Landschaftsbestandteil“) führt. Die Straßenkreuzung nach Baumhau liegt auf 536m und Baumhau selbst wieder auf 548m.

Wer nun das durch die gedachten Linien eingegrenzte Gebiet auf der Landkarte betrachtet, wird feststellen, dass außer den drei Höfen in Baumhau und nord-westlich die Wirtschaft am Falkenberg (577m) keine nennenswerte Bebauung bis zum Höchenberg zu finden ist - für unser Trinkwasser eigentlich eine recht gute Aussicht. Leider wird nun gerade die gute Aussicht durch eine agro-industrielle Bebauung getrübt. Diese soll nämlich auf der Höhe von 536m, also 8m über der vermuteten Trinkwasserschicht, vermutlich sogar weniger, denn Wasser fließt ja abwärts, in weniger als Luftlinie 800m Entfernung erstellt und betrieben werden. Ein Mastbetrieb wird nach industriellen Methoden betrieben und verwendet nicht nur importiertes Futter mit unbekanntem Maß an PSM (Pflanzenschutzmittel), sondern auch div. medizinisch technische Produkte, die die unnatürlichen Lebensbedingungen für Vieh erfordern, von dem unverhältnismäßigen Maß an Gülle ganz zu schweigen. Sicherlich ist von der Bauplanung an die ordnungsgemäße Entsorgung der „Abfälle“ gedacht worden.

Müssen sich die Bürger der Gemeinde Bruck jetzt Sorgen machen?

Lit.: « Bayernatlas plus » des Bayer. Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat 

 

 


 

„Geschützter Landschaftsbestandteil“:

Aufgelassene Bahntrasse zwischen Grafing und Glonn (davon ca 4,175ha)

Beschreibung:

„Die alte Bahnlinie Grafing-Glonn stellt in ihrem Verlauf

durch das Urtel- und Dobelbachtal ein wertvolles Strukturelement von landschaftlicher und kulturhistorischer Bedeutung dar. Der hohe ökologische Wert des Biotopes liegt, z.B. wegen des Vorhandenseins relativ ungestörter Xerothermstandorte (trockenwarm), unter anderem im zoologischen Bereich…“. (Quelle: LfU

Bayern: FIS-Natur; Bayr. Landesamt für Umwelt)

Die Bahnstrecke Grafing Glonn war 1971 stillgelegt worden. Seitdem konnte sich auf dem sicherlich bis dahin durch Gifte unkrautfrei gespritzten Schotter einiges Leben entwickeln bzw. erhalten. Hier wurden zB. bei fachkundigen Untersuchungen div. Eidechsen und Schlangen (zB Schlingnatter) nachgewiesen. Die besondere Bedeutung des Bahndammes liegt weniger in den örtlichen Biotopen, als in der Möglichkeit, Räume zu verbinden. Also können z.B. Eidechsen vom Urteltal ins Doblbachtal wandern und umgekehrt. Biotope mit Inselcharakter verlieren leicht ihre zoologische und botanische Vielfalt. Natur sieht in ihrer Geschichte einen immerwährenden Austausch vor. Als mir jüngst ein Schachbrett-Schmetterling in Pienzenau vor die Augen flatterte, musste ich hieran denken, denn der kam sicherlich von den Trockenrasen bei Taglaching.

Klaus Grünebach, Pienzenau

 


 

Ein Beitrag von Klaus Grünebach zum Nachdenken:

Einfalt – Vielfalt

 

Der Begriff „Vielfalt“ will nur indirekt eine „Menge“ beschreiben. Vielmehr beinhaltet er einen wichtigen qualitativen Aspekt: nämlich das „Verschiedene“. Eines der Grundgesetze der Evolution auf unserem Planeten ist die „Vielfalt des Lebens“ (Biodiversität). Es gibt außerordentlich Vieles in der Natur, so dass selbst ein Biologe nicht alles beim Namen nennen kann. Die größte Artenvielfalt entstand unter den günstigsten Bedingungen zB in den Dschungeln dieser Erde.

 

Eigentlich bewunderte der Mensch die Vielfalt, schätzte, pflegte und hegte sie. Er war sich der Bedeutung und des Wertes für die Lebensqualität bewusst. Er erkannte frühzeitig deren Bedeutung auch für die Ebene des Denkens, der kulturellen Entwicklung des Menschen, im sozialen Miteinander. Wir finden sie in den bildenden Künsten, Musik oder Literatur, und unsere Museen bergen hierüber ein reiches Anschauungsmaterial.

 

Das Gegenteil von Vielfalt ist die „Einfalt“. In unserer Natur kommt Einfalt nicht vor. Ursprünglich betrachtete man kindlich denkende Mitmenschen als einfältig. Erst seit dem 18. Jhd. bekam die „Einfalt“ den Hauch des „Dummen“, was sich bis zum „Einfaltspinsel“ steigerte. Das kam nicht von ungefähr. Es wuchs nämlich schleichend in mehr oder weniger deutlichen Schüben parallel zur kulturellen Entwicklung die Einfältigkeit auf allen Ebenen. In einem erschreckend und zerstörerischen Ausmaß zeigte sie sich zB. nach der Weimarer Republik und auch bis heute in der Gegenwart. Ursache ist u.a. ein skrupelloses, von Gier genährtes Wachstumsdenken, das losgelöst von jeglicher irdischer Notwendigkeit sich in einem virtuellen Raum zu verlieren droht.

 

Das Denken, die Kultur und in immer größerem Ausmaß, die Natur, unsere Lebensgrundlage leiden hierunter. Diese einfältigen, monokulturellen Phänomene verändern unser Leben und die Umwelt in eine stetig wachsende Monotonie (mono- = griech: ein- ; Eintönigkeit). Statt mit Offenheit begegnet man dem nicht mehr Bekannten oder Unbekannten mit Ignoranz, Hochmut, Selbstherrlichkeit, Angst oder sogar Aggression. Nachdenken ist angesagt!

 

„Die Reduktionismen und alle Bestrebungen zur Vereinheitlichung – weit entfernt davon, Wert hervorzubringen – verurteilen unsere Völker zu einer grausamen Armut: jene der Exklusion. Und weit entfernt davon, Größe, Reichtum und Schönheit mit sich zu bringen, ruft die Exklusion Feigheit, Enge und Brutalität hervor. Weit entfernt davon, dem Geist Adel zu verleihen, bringt sie ihm Kleinlichkeit.“ (aus der Rede Papst Franziskus` bei der Verleihung des Karlspreises 2016; www.karlspreis.de)

 

Und so freut es besonders, dass der bisher monotone Spazierweg von Pienzenau nach Alxing sich in einen von vielfältigen Wildblumen geschmückten verwandeln wird. So als solle in der „Brücken“-Gemeinde Bruck eine Brücke geschlagen werden von der Einfalt zur Vielfalt. -

 

Allerdings: Eile mit Weile! Das dauert. Wer jedoch heute schon sehen will, wie solche Streifen sich entwickeln können, der besuche dieselben in Aßling (Bahnhofstr. und Klärwerkstr.). Seltsamerweise erfreut die Vielfalt dort das Herz…. und die Tierwelt dankt es auch! (Infos: www.reinhard-witt.de; www.rieger-hofmann.de; ua.)

 

 


Bildergalerie aus der Gemeinde Bruck

Hier finden Sie Bilder und Impressionen aus unserer Gemeinde.

Seltene Tiere in der Gemeinde Bruck

Seltene Pflanzen in der Gemeinde Bruck